Jasha - Scottish Chief
Hallo mein lieber Gast!
Es freut mich sehr, dass Sie uns in Boston besuchen kommen! Bevor Sie allerdings direkt in unserer Stadt mitmischen können bitte ich Sie um ein paar kleine Informationen, die lediglich der besseren Orientierung dienen werden.
Gestatten Sie mir, dass ich mich kurz vorstelle? Ich bin Jesse August Brighton, Reporter für die Boston News, Seite 10, die Daily Comedy & Tragedy. Stört Euch aber bitte nicht daran, ich schreibe äußerst gehaltvolle Artikel! So also auch das Interview mit Euch heute! Fangen wir also an. Gebt mir Eure Antworten ruhig schriftlich, gerne in einer anderen Textfarbe.
Zunächst einmal, wie lautet denn Euer voller Name?
Der da wäre: Kelan Jasha MacEntire
Und wie darf ich bzw. die anderen Euch nennen? Habt Ihr einen Spitznamen oder gar mehrere?
Spitznamen? Vergiss es, die gibt es nicht. Bleib bei Kelan oder Jasha.
Verzeiht mir bitte wenn ich zu indiskret bin, aber würdet Ihr mir Euer Alter verraten?
Vor 141 im tiefsten Winter wurde ich geboren.
Woher stammt Ihr genau? Und - wenn die Frage erlaubt ist - habt Ihr noch Familie? Wenn ja wen?
Ich komme aus dem alten Schottland und stamme vom angesehenen Vampiragenten Lachlan MacEntire ab, damals lebend in Inverness, fern von den anderen Verwandten.
Meine Mutter Màiri MacEntire, eine begnadete Malerin, weilt nicht mehr unter uns und das seit meinem fünfzehnten Lebensjahr. Des Weiteren habe ich mehrere Onkel und Tanten, sowie zwei Vettern:
Onkel: Maddock, 387, gebunden | Aodh, 322, gebunden | Rowan, 421, gebunden
Tanten: Olivia, Maddocks Gefährtin | Nilofaar, gebunden an Aodh | Mainora, gebunden an Rowan
Vetter: Sandor Khalid, wie ein Bruder für mich, 143 | Bhaltair, 75 | Aedan, der ‘Kleine’, 29 | Torquil, 96 | Keith, 96 | Ean
Cousinen: Gwynefhar 23, Kayleigh 21
Gefährtin: Magnolia Romanowa
Seit dem Ableben meiner Eltern lebte ich in Glencoe mit der restlichen Familie, die dort heimisch ist.
Eine kurze Information über besondere Merkmale? Habt Ihr vielleicht ein Tattoo? Eine Narbe? Etwas Sonstiges?
Abgesehen davon, dass mich mein Vetter einen Frauenmagnet und Eisklotz nennt? Wohl eher nicht. Es sei denn du zählst meine Geburtsmale mit: Diese Dermaglyphen ziehen sich vom rechten Wangenknochen über den Hals hinab, weiter über die Brust und diagonal sich windend zum linken Schenkel.
Damit die Fantasie Eurer Mitspieler ein wenig gefördert werden kann, so würde es mich freuen, wenn Ihr Euch ein wenig beschreiben könntet. Zunächst Eure Augen- sowie die Haarfarbe? [Bitte inklusive der Avatar!]
-hebt eine Braue- Meine Augenfarbe ist ein helles Braun, so ein Mix aus Sand und Bernstein, dagegen ist mein Haar eher dunkel und wird auch mal verglichen mit der Farbe von Schokolade. Ich trage es bevorzugt kurz und halte nichts von Bartwuchs. Ich habe eine durch und durch neumodische Erscheinung, wie dir vielleicht aufgefallen ist.
[FC: Pedro Soltz]
Dann wären noch ein paar Informationen über Eure ungefähre Größe und Eure Statur äußerst hilfreich!
Ich bin so an die 1.89m gross. Ich nenne einen athletischen Körper mein Eigen, leicht breite Schultern, aber ich kann nicht mit diesen Kraftkolossen mithalten. Vergleiche mich eher mit einem Panther als mit einem Bären.
Auch wenn Ihr mich, einen einfachen Reporter für die Boston News, für verrückt halten mögt, so verzeiht mir bitte diese Frage. Habt Ihr eine übernatürliche Gabe? Wenn ja welche, wie äußert sie sich? Was für Nebenwirkungen hat sie? (Alles Weiße hat eine schwarze Schattenseite. Also zögert nicht damit sie zu nennen, ich danke Euch!)
-sieht ihn lange und zuckt dann mit den Schultern- Sie werden sich nach dem Gespräch sowieso nicht mehr daran erinnern, also was soll’s:
Ich habe eine Gabe die man als Zukunftsmalerei bezeichnen kann. Ich zeichne, male, skizziere Zukunftsausschnitte, wobei sich dies auf nahe stehende Personen und Familienmitglieder beschränkt. Ich tue das meist unbewusst, mein Vetter meinte einst, ich wäre weggetreten und würde nichts hören was man mir in die Ohren brüllt.
Wie auch immer, Zukunftsbilder sind ja ganz nett, dummerweise ist es mehr als schwer zu erkennen, WAS das Bild bedeuten soll. Ich kann malen, versteht mich nicht falsch, aber was ich zeichne ist schwammig wie die Zukunft: Eine geänderte Entscheidung und schon ist meine Zeichnung nichtig. Meistens erkenne ich erst kurz vor dem Eintreten oder danach was das Bild bedeuten soll.
Als wäre dem nicht genug, brauche ich immer eine Weile bis ich nach der… ‘Trance’ könnte man sagen, wieder zu mir finde. Verwirrt und ausgelaugt trifft es da ziemlich gut.
Du hörst meine ‘Gabe’ ist wohl das lächerlichste, das ich erben konnte.
Manche Männer ordnen sich beständig einer Generation zu. Zu welcher Generation gehört Ihr?
Der 4ten.
Vielen Dank soweit, das war es über Euer Aussehen. Kommen wir zu etwas noch viel Wichtigerem – Eurem Charakter!
Wie würdet Ihr Euren Charakter beschreiben? Wie verhaltet Ihr Euch gewöhnlicherweise?
Nun ruhig, kontrolliert. Ich habe klare Vorstellungen von Moral und setzte es auch entsprechend um. Da mache ich keine Ausnahmen, besonders nicht mir selber gegenüber. Daher vergebe ich eigene Fehler nicht und gehe hart mit mir ins Gericht. Schliesslich kann ich nicht von anderen erwarten etwas zu tun, wo ich versage.
Sandor hat mir auch schon vorgeworfen zu rechtschaffen und ehrenvoll zu sein, ich halte es für Unfug. Es gehört sich einfach anderen zu helfen, wenn man dazu in der Lage ist. Daher erledige ich nicht nur meine Aufgaben gewissenhaft und verantwortungsvoll, sondern bin selbstlos genug um keine Gegenleistungen für erbrachte Hilfe zu erwarten. Sei es nun gegenüber Stammesgefährtinnen, -vampiren oder Menschen.
Ich beschütze die meinen um jeden Preis und lege Wert auf Loyalität, welches man sich erarbeiten kann. Leider ist es im Gegenzug nicht so leicht mein Vertrauen zu erwerben, auch auf Grund von vergangenem.
Es braucht viel um mich in Rage zu versetzen; Ungerechtigkeit oder Ichbezogenes Denken sind zwei von einigen Punkten, die mein Temperament anheizen. Und glaub mir, DANN werde ich richtig ungemütlich.
Allerdings ist es, wie gesagt, eher unüblich, dass ich aus der Haut fahre – Verärgerung ja, aber ich bin nicht der Typ, der andere anfährt und anbrüllt. Ich strafe eher mit finsteren Blicken und kehre denjenigen den Rücken zu. Auf einige wirke ich daher sehr distanziert, abgekühlt und abweisend. ‘Der Eisblock aus Inverness’ nennt mich Sandor spaßeshalber. Dabei kontrolliere ich impulsives Verhalten einfach, denn ich darf mir nicht erlauben nachzulassen – weder will ich der Blutlust anheim fallen, noch meiner selbstauferlegten Aufgabe scheitern, Ordnung und Schutz zu bieten an jene, die es brauchten.
Was sind Eure charakterlichen Stärken?
Geduld, Selbstlos, Hilfsbereitschaft, ich bewahre einen kühlen Kopf, Disziplin, ich kenne meine Pflichten, Fairness
Was sind Eure charakterlichen Schwächen?
Fehler verzeihen, Hilfe annehmen, ich kann nicht zusehen wie anderen Leid widerfährt, aus meiner Rage herauskommen (wenn ich mal sauer bin), mich anderen mitzuteilen wenn es um Privates geht
Was tut Ihr gern? Was sind Eure Hobbys, worin seid Ihr am besten?
Ich habe mich einmal am Flügel versucht und gönne mir ab und an einige Stunden alleine am Piano. Ansonsten könnte man die jetzige Reise als ein zeitbedingtes Hobby sehen. Allgemein scheint mir Klassik mehr zu zusagen als der moderne Stil. So habe ich mir auch Latein ‘angetan’ wie einige sagen, dabei ist die Sprache vollkommen logisch. Ausserdem hilft es mir sehr beim Verstehen anderer Romanischen Sprache: Ich habe also nur gewonnen -Mundwinkel zucken-
Zugegeben mag ich auch Kunst, soll heißen Landschafts- und Portraitbilder, aber ich nehme nur ungern Stift oder Pinsel in die Hand – warum kannst du dir denken.
Was hasst Ihr abgöttisch und würdet es am liebsten aus der Welt verbannen?
Jeder der Schwächeren Gewalt antut, da gibt es keine Entschuldigung. Ausserdem gibt es kaum etwas Schlimmeres kann ich quirlige Drama-Tanten nicht ab, die sich an dich heften wie Leim. Auch bin ich nicht gerade ein Fan von überfüllten Orten, noch weniger den lauten – ich sage also gerne NEIN zu Discos. Leider versucht mit Sandor immer wieder zu ‘sozialisieren’ und schleppt mich dennoch hin.
Auch werde ich rasch verärgert, wenn man meine Zeichenkünste kritisiert, da zeigt sich schneller als man denkt mein Temperament – einerseits, weil ich mich für einen guten Künstler halte, andererseits weil es mich frustriert wenn ich selber nicht sehe was ich gezeichnet habe (bei Zukunftsbildern).
Nebst dem kann ich es nicht leiden, wenn man meine Hilfsbereitschaft ausnützt – ich mag ehrenhaft sein, aber wehe dem der glaubt er kann es ausnutzen!
Jetzt haben wir bereits einen wunderbaren Einblick über Eure derzeitige Situation bekommen, vielen Dank dafür! Es ist beinahe geschafft, nur Mut. Nur noch ein paar wenige Fragen!
Wird auch langsam Zeit…
Da wäre eine große Frage noch ungeklärt. Wie ist es Euch in Eurem Leben bisher ergangen? Was habt Ihr erlebt? Gab es traumatische Ereignisse? Wie habt Ihr Euch dabei gefühlt? Habt Ihr vielleicht sogar Eure übernatürliche Begabung entdeckt und etwas Merkwürdiges damit erlebt? Erzählt mir bitte davon! Gern ausschweifend, denn ich möchte nichts verpassen. Ich habe Zeit und bin ganz Ohr!
(den Lebenslauf bitte in ganzen Sätzen)
Ich bin ein noch recht junger Stammesvampir, daher ist mein Lebenslauf von geringer Länge. Fangen wir in Inverness an: Ich verbrachte den grössten Teil meiner Jahre in Schottland im Hafen des besagten Ortes. Man könnte meinen, alles lief perfekt, meine Eltern waren ganz vernarrt ineinander und ich ein glücklicher Sohn, der damals noch nicht wusste, wie hart die Welt sein konnte. Auch wenn wir nicht bei den Verwandten in Glencoe lebten, hatten wir gelegentlich Kontakt. Mal abgesehen von den unnützen Bildern die ich malte – und welche meine Mutter mit mir versuchte zu entschlüsseln (glaubt mir ein unsinniges Unterfangen) – konnte ich mich nie beklagen. Alles war gut.
Nun bis auf einen Punkt: Eines nachts kehrte mein Vater heim in die Wohnung – oder eher seine Hülle. Die Blutgier hatte ihm in den Augen gestanden und er hat gewütet. Im Nachhinein kann ich nicht sagen, was genau passierte. Doch als ich wieder halbwegs bei Sinne war, lagen meiner Mutter in einer Blutlache und die Agenten im Hafen hatten ihn festgenommen. Ob ich ein traumatisches Ereignis hatte? Könnte man so sagen.
[Erklärung: Lachlan hatte Glück als er den Hafen betrat, viele Stammesvampir waren unterwegs und nur wenige machten sich die Mühe ihn zu grüssen, da er sowieso nicht zu den gesprächigen zählte. Er kam unbehelligt zur Wohnung mit seiner Gefährtin, angelockt von deren Duft, den er noch in Erinnerung hatte. Entsprechend hat er Kelan kaum wahrgenommen: Ein Stoss, der den Sohn in Möbel schleuderte, und der damals Jugendliche musste mit Schrecken zu sehen, wie der stolze Vater sein Weib tötete.
Von ihrem Schrei angelockt, kamen zwei andere Stammesvampire und konnten seiner Habhaft werden. Aber erst als einer von ihnen Kelan schüttelte, kam dieser aus seinem Schockzustand.]
[Wichtig zudem ist: Kelan malte sechs Monate davor ein Bild, das düster und mit viel Rot gezeichnet war. Erst als Lachlan als Rogue heimkam und seiner Frau tötete, erkannte Kelan später, dass er ihren Tod vorausgesehen und hätte verhindern können.]
Ich zog nach dem Vorfall zu meinem Onkel väterlicherseits (Rowan) und wurde dort mit meinem Vetter Sandor grossgezogen. Doch meine Kindheit war von diesem Tag an gelaufen. Ich verachtete meine Gabe, deren daraus resultierenden Bilder ich nicht deuten konnte, egal wie lange ich sie mit mir trug.
Man kann guten Gewissens behaupten, dass ich einen argen Wandel durchlief. Ich war schon immer recht ruhig, aber ich habe mir bis heute nicht vergeben, dass ich nicht vorher herausgefunden habe, was meiner Mutter blüht, dass ich das Blutbad nicht verhindert habe. Meine Verwandten versuchten mich aufzufangen, allen voran mein Vetter Sandor, der Schreckliche. Er wurde so etwas wie mein grosser Bruder, der mich schüttelte, wenn ich zu grimmig wurde und mich hinaus in das Nachtleben trieb, wenn er glaubte ich schottete mich ab.
Lästig, heute wie damals, aber ich schätzte und schätze es heute noch, dass ich somit einen neuen Freund gewann.
Tja, wie ging es weiter. Mit den Jahren wurde auch meinem Onkel klar, dass ich eine Aufgabe benötigte – eine, in welcher ich von Nutzen war. Ich erlaubte mir nie viel Erholung oder Spass, dafür habe ich später Zeit, wenn ich wieder ohne Schuldgefühle ein Foto meiner Mutter ansehen kann. Daher nahm er mich und Sandor mit in die Agentur. Er zeigte uns, wie es bei ihnen lief, wie sie die Ordnung versuchten zu wahren. Er brauchte nicht lange um mich zu überzeugen, muss ich gestehen. Als Agent, so wusste ich, konnte ich tatsächlich helfen, schützen. Das war alles, das zählte.
Mein Vetter und ich traten der Agentur bei, wobei ich bevorzugt im Aussendienst tätig war, körperliche Arbeit war mir lieber als der Papierkrieg. Es schien auch alles wieder besser zu werden, als Sandor eine Frau fand, die er gerne herumzeigte und vergötterte.
Aber wie so üblich, liebt das Leben niemanden. Es geschah vor etwa 25 Jahren als ich über einem meiner alten Bilder brütete, das ich seit Jahren mit mir herumtrug – eines das eine Frau zeigt, die ich bis heute nie gesehen habe. Onkel Rowan kam und berichtete mir, man hätte Sandors Fast-Gefährtin ermordet. Die Wut, welche Sandor erfasste, empfand ich nach und ich entschloss mich, ihm beizustehen, wie er mir damals eine Stütze war: Wir zogen los, um den Vampir zu jagen. Je länger die Jagd dauerte, desto klarer wurde uns, dass dieser Stammesvampir Blutjagden organisierte – noch ein Grund ihn durch die ganze Welt zu verfolgen.
Diese Jagd führte uns nun hier nach Boston. Hier hoffen wir den Mörder zu finden und zu richten.

